Reisetipps
Theater in Berlin
Deutsches TheaterDas Deutsche Theater wurde nach Plänen von Eduard Titz zwischen 1849 und 1850 ursprünglich als Friedrich-Wilhelm-Theater gebaut. Der Schriftsteller Adolph L´Arronge gab den Namen "Deutsches Theater zu Berlin" 1883. 1905 übernahm der Österreicher Max Reinhard die Leitung des Theaters und gründete ein Jahr später die Kammerspiele. Reinhard verband die theatralischen Traditionen des Hauses mit seinen modernen Inszenierungen.
Er war nicht nur der erste Regisseur des Hauses, sondern auch der Besitzer und leitete das Theater äußerst erfolgreich fast drei Jahrzehnte lang. Er reformierte das Theater und setzte 1903 in Berliner Ensemble die berühmte Drehbühne durch. 1933 mußte er als Jude das Theater dem Nationalsozialisten abgeben. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Nach dem Krieg gab es viele Konflikte im Bezug auf Theater zwischen Partei und Staat der DDR.
Das Drama der Nation wird im Deutschen Theater wiedergespiegelt. Anläßlich zum 125. Geburtstages von Max Reinhard legte das Berliner Theater die Geschichte des Hauses der Öffentlichkeit vor und betonte dabei seine wichtige Rolle als Theaterdirektor. Alexander Weigel übernahm die Leitung ab 1964. Zum 100. Geburtstag des Deutschen Theaters im Jahr 1983 wurde das Gebäude glanzvoll restauriert.
Theater des Westens
Das Theater des Westens wurde in den Jahren 1895/1896 nach Plänen von Bernhard Sehring gebaut. Oft fanden hier Aufführungen von klassischen Operetten statt. 1978 wurde das Haus restauriert und umgebaut. Die künstlerische Leitung hatte Helmut Baumann, ab 1999 Elmar Ottenthal. Heute sind hier berühmte Musicals wie Les Miserables, zu sehen.
Hansa Theater
Das Hansa Theater wurde im Jahr 1888 von der Berliner Kronenbrauerei gebaut. Damals war es üblich, dass Brauereien um den Bierkonsum zu verbessern, Festsäle gebaut haben, wo gesellschaftliche oder politische Veranstaltungen statt fanden. Aus diesem Festsaal entstand das spätere Hansa Theater. Es gab 1360 Steh- und 404 Sitzplätzen. Die Aufführungen waren vielseitig, Burlesken, Operetten, Singspiele, Possen usw. Im Jahr 1923 wurde das Theater zum Filmpalast Hansa umgebaut und erweitert. Paul Esser gründete 1963 aus eigener Finanzierung sein Schauspielhaus Hansa und rettete damit den Filmpalast. Er hat das "Volkstheater" eingeführt und 1974 nannte sein Schauspielhaus in Hansa Theater um. 1981 übergab Esser an den Regisseur und Schauspieler Horst Niendorf die Leitung. Er führte das Theater im Sinne von Esser erfolgreich weiter, es gab weiterhin vielseitige Angebote, sowie Komödien, Lustspiele, Schwänke, Possen oder Stücke über aktuelle Themen. Zahlreiche berühmte Schauspieler und Stars wie Klaus Dahlen, Harald Juhnke, Barbara Schöne, Eddi Arent usw. spielten hier. Im Jahr 1995 wurde die Leitung an Klaus Rumpf übergeben. Er führte das Volkstheater bis zu 90 Jahren erfolgreich fort. In den 90ern mußte er aber auf die postmoderne reagieren und damit war der Untergang des Volkstheaters vorprogrammiert. 1999 übergab Rumpf die Leitung an die Brüder Claudio und Pietro Maniscalco. Nach Renovierungsarbeiten wurde das berühmte Stück von "Heinz Rühmann - Der Clown" am 19. November 1999 aufgeführt. Nach 12 Jahren übernahm Fred Yorgk die künstlerische Leitung. Er führte das Volkstheater mit Musik ein und schaffte damit eine neue Linie. Wegen finanzieller Schwierigkeiten wurden im Februar 2002 die nötigen Subventionen gestrichen.