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Sophienkirche

Die Sophienkirche entstand als Pfarrkirche am Ende des 17 Jahrhunderts. Nachdem die Bewohner der Spandauer Vorstadt sich eine eigene Kirche gewünscht haben, ließ die Königin Sophie Luise eine ausreichende Summe für den Bau eines Gotteshauses stiften. So wurde die Sophienkirche im Jahre 1712 nach Plänen von Barock Architekt Martin Grünberg als schlichter Saalbau errichtet. Die Vorstadt sollte nach dem Willen des Königs, Friedrich I., den Namen Sophienstadt erhalten, dazu kam es aber nicht. Die Königin verfiel in Depressionen, ihr Stiefsohn Friedrich Wilhelm schob sie nach seiner Regierungsübernahme in ihre Heimat Mecklenburg ab. Im Jahre 1732-34 erhält die Kirche einen von Johann Heinrich Gael erbauten Turm.

Der ist der einzige noch original erhaltene Barockturm Berlins. Auf dem Kirchhof sind einige Rokoko-Grabmäler zu sehen, wie zum Beispiel: Schiffbaumeister Friedrich Johann Köpjohann und seiner Ehefrau von 1766. Außerdem sind hier der Baumeister und Musiker Carl Friedrich Zelters und der Historiker Leopold von Ranke bestattet. Im Jahr 1834 wurden ihr zwei Sakristeien angefügt. Im Jahr 1892 wurde die Kirche von Adolf Heyden und Kurt Berndt grundlegend im neobarocken Stil umgebaut. Der gesamte Innenraum wurde mit neobarocken Zierformen überzogen. Man fügte eine Apsis an und erhöhte die Decke. Die Orgel von Ernst Max ist aus dem Jahr 1790. Der repräsentative Zugang von Westen zu der Kirche entstand 1904/1905. Die Sophienkirche bildet noch heute den geistlichen Mittelpunkt der Evangelischen Gemeinde in der Spandauer Vorstadt. Oft finden hier musikalische Veranstaltungen statt.