Reisetipps
Siegessäule in Berlin
Kaiser Wilhelm I. beauftragte den Baumeister Johann Heinrich Strack 1864 mit der Planung eines Monuments als Nationaldenkmal, der an die Siege des Preußens gegen Dänemark, Frankreich und Österreich erinnern sollte. Die Säule sollte mit Beutestücken aus siegreichen Feldzügen geschmückt werden. Die Siegesgöttin mit Lorbeerkranz und Speer, die von Berliner auch "Gold-Else" genannt wird, ist 35 t schwer und 8 m hoch. Sie bekrönt die Siegessäule im Zentrum des Platzes Großer Stern. Die ursprünglich vor dem Reichstagsgebäude aufgestellte Siegessäule wurde wegen der von den Nationalsozialisten geplanten Umgestaltung Berlins zur Reichshauptstadt "Germania", an ihren heutigen Standort, auf den Großen Stern inmitten des Tiergartens verlegt und 1938 von 61,5 m auf 69 m erhöht.Die Säule hat einen achtstufigen quadratischen Unterbau aus poliertem roten Granit, wo Bronzereliefs Szenen von Karl Keil, Alexander Candrelli, Moritz Schultz und Albert Wolff aus den Befreiungskriegen gezeigt werden. Die Siegessäule wurde dann 1945 auf Geheiß des Alliierten demontiert, 1984 und 1987 wieder angebracht. Sie überstand den Krieg weitgehend unbeschadet und wurde Mitte der 80er Jahre restauriert. An der Innenwand angebrachtes Glasmosaik von Anton von Werner stellt ebenfalls Kriegszenen dar. Vergoldete Geschützrohre aus der Kriegsbeute verzieren den Säulenschaft. Um auf die Aussichtsplattform zu gelangen, muß man eine Wendeltreppe mit 285 Stufen im Inneren der Säulen ersteigen.