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Schloßbrücke in Berlin

Die Schloßbrücke wurde nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel 1822-23 entworfen. Die Brücke bildet den Abschluß des Boulevards Unter den Linden mit dem Lustgarten. Sie führt auf drei Bögen mit historischen Marmorfiguren über den Spree. Früher stand hier eine Holzbrücke, die auch "Hundebrücke" genannt wurde. Die Jäger versammelten sich hier, um gemeinsam in den benachbarten Wildgarten auf Jagd zu gehen. Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die Brücke eingeweiht, obwohl sie nur mit einem Notgeländer gesichert war.

Die Katastrophe war vorprogrammiert, durch den Andrang der Menschenmenge brach das Geländer und ertranken über 20 Menschen. Die acht Figurengruppen aus Carrara-Marmor, die den Lebensweg eines Kriegshelden vom Knaben bis zum Ende seines Lebens bezeichnen, könnten erst nach Schinkels Tod 1841 von acht Bildhauern verwirklicht werden. Die Strompfeiler aus rotem Granit dienten gleichzeitig auch als Postamente für die Skulpturengruppen. Die Brückengeländer wurden mit Tritonen, Delphinen und Seepferden geschmückt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke schwer beschädigt, die Skulpturen waren schon 1943 weggebracht worden. Die Wiedereröffnung der Schloßbrücke fand am 1. Mai 1951 statt und erhielt den Namen Marx-Engels-Brücke. Die Brückenfiguren wurden dann im Jahr 1981 zum 140. Todestag Karl Friedrich Schinkels von dem Westberliner Senat an die damalige DDR-Regierung zurückgegeben und bis 1984 fertiggestellt. Am 3.Oktober 1991 erhielt sie zum ersten Jahrestag der Wiedervereinigung ihren alten Namen "Schloßbrücke" zurück.