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Schlösser in Berlin

Jagdschloß Grünewald

Das idyllisch gelegene Renaissanceschlößchen ist von Wäldern und Seen umgeben. Im Auftrag von Kurfürst Joachim II. wurde der Schloß von Caspar Theyss 1542 errichtet. Die malerische Lage war der Hauptgrund der Namengebung, "Zum grünen Wald" aus dem später der heutige Name "Grünewald" entstand. Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der Bau im barocken Stil umgestaltet und erweitert. Grünewald war ein beliebtes Jagdgebiet des Adels. Das Schloß beherbergt zahlreiche Ausstellungen, früher monströsen und abnormen Tierdarstellungen, Waffensammlungen heute ist hier eine berühmte Gemäldesammlung mit rund 200 Werken des 15. bis 19. Jahrhunderts zu sehen.

Pfaueninsel

Schloß Charlottenburg

Das Schloß Litzenburg wurde von Johann Arnold Nering, in ländlicher Lage 1695 in der Nähe vom Lützow erbaut. Kurfürst Friedrich III. ließ es für seine Gemahlin Sophie Charlotte als Sommerresidenz errichten. Der Garten war als erster deutscher Garten im französischen Stil unter Simon Godeau angelegt. Die Königin machte bald das Schloß zum geistigen Zentrum Berlins. Sie hatte Kontakte zu wichtigen Wissenschaftlern, so wie zum Philosoph Johann Gottfried Leibniz. Während Königin Sophie Charlotte erlebte das Schloß ihre geistige, künstlerische und gesellschaftliche Glanzzeit. Im Jahr 1701 ernannte sich Kurfürst Friedrich III. selbst zum König der Preußen, Friedrich I. 1705 mit dem plötzlichen Tod der Königin Sophie endete die kulturelle Glanzzeit des Schlosses. Im Erinnerung an seine Gemahlin nannte Friedrich I. das Schloß "Charlottenburg".

Charlottenburg wurde nach Plänen von Architekt Johann Friedrich Eosander von Göthe erweitert und später eine westliche Orangerie hinzugefügt. Es dauerte über 100 Jahre bis das Schloß seine heutige Gestalt erhielt. 1713 erhielt Charlottenburg ein 48 m hohe Kuppelturm. König Friedrich II. ließ von Georg Wenzeslaus Knobelsdorff den Ostflügel 1740-47 errichten. Der König ließ die ersten landschaftlichen Partien errichten. Steiner führte die von August Eyserbeck vorgenommene Veränderungen ab 1801 im Garten fort. Friedrich III. ließ im Garten 1810 der verstorbenen Königin Luise das Mausoleum nach Schinkels Entwürfen errichten. 1824 wurde der Bau des Neuen Pavillons vollendet und unter Lenné wurde der Schloßgarten zum klassischen Landschaftsgarten. 1918/19 ging der schloß zum Besitz der Weimarer Republik rüber und wurde als Museum genutzt. Im Zweiten Weltkrieg erfuhr das Schloß und Garten riesigen Schäden. Nach der langen Restaurierung wurde er fast im Original wiederhergestellt. Im Ehrenhof ist das Reiterbild des Großen Kurfürsten zu sehen. Nennenswert sind die Eichengalerie, das Porzellankabinett, der Weiße Saal und die Goldene Galerie.

Schloß Bellevue

Das Schloß Bellevue wurde 1785 von Philipp Daniel Boumann für August Ferdinand von Preußen ursprünglich in barocken Stil mit Gartenanlage gebaut. Der Grundform entsprach zwar dem barocken Stil, aber der Fassade war klassizistisch. Schloß und Park gehörte bis 1818 die Hohenzollern. Zwischen 1935 und 1938 war hier das Völkerkunde-Museum untergebracht. Paul Baumgarten baute das Schloß völlig um, erhalten blieb nur der ovale Saal von Carl Gotthard Langhans 1791. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloß schwer beschädigt. Im westlichen Teil der Englische Garten steht seit 1996 der Verwaltungsbau des Bundespräsidialamtes.