Reisetipps

Berlin - London - München - Paris

Rotes Rathaus

Das Berliner Rathaus zwischen dem Nikolaiviertel und dem Alexanderplatz wurde wegen den roten Backsteinen auch Rotes Rathaus genannt. An dieser Stelle gab es bereits seit 1390 ein mittelalterliches Rathaus, das mehrmals abbrannte. Das neue Rathaus wurde zwischen 1860 und 1870 nach Plänen von Hermann Friedrich Waesemann, Baurat von Friedrich Wilhelm IV. erbaut. An dem Gebäude befinden sich rote Terrakottatafeln mit Bildern der Berliner Stadtgeschichte von den Anfängen bis zur Reichsgründung. Es hat drei Innenhöfe und einen 74 m hohen Turm. Ein ganzes Stadtviertel mußte dem 88 m Mal 99 m Grundfläche weichen.

Die Kriegsverwüstungen wurden erst in den Jahren 1951-55 beseitigt und die Innenräume meist modern gestaltet. Das Rote Rathaus war während der Teilung Berlins der Sitz des Ostberliner Oberhauptes und des Magistrats. Vor dem Haupteingang stehen zwei Bronzefiguren von Fritz Cremer "Trümmerfrau" und "Aufbauhelfer", die an die Mühsal der Aufbauarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern. Der damals Regierende Bürgermeister hatte seinen Sitz im Rathaus Schöneberg. Heute ist dies der Sitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.