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Rathaus Charlottenburg

Das Rathaus Charlottenburg wurde von Architekten Heinrich Reinhard und Georg Süßenguth 1899 erbaut. Charlottenburg war damals eine der reichsten Gemeinden des Kaiserreichs. Das repräsentative Gebäude wurde nicht in damals beliebten neogotischen Form errichtet, sondern in abgewandeltem Jugendstil. Die Fassade und der Turm wurden während der Bauzeit mit Ornamenten und Plastiken ausgestattet.

Seiner mit Kupferplatten verkleideten Turm ist 88 m hoch. Die Fassade ist mit Personifikationen der verschiedenen Handwerkszünfte geschmückt. 1911-16 fügte Heinrich Seeling einen Erweiterungsbau an. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus fast zur Hälfte zerstört und 1947-52 durch Hans Günther wieder hergestellt. Von Fest- und Sitzungssälen findet man heute nur den Magistratssitzungssaal im Original erhalten. Im zweiten Obergeschoß befindet sich heute die Gedächtnishalle für die Gefallenen der Weltkriege und die Opfer der NS-Regimes.