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Potsdamer Platz

Am Ende des 18. Jahrhunderts war der Potsdamer Platz noch eine Straßenkreuzung mit einigen Lokalen, erst nach der Industrialisierung erlebte er seinen Aufschwung. Das erste Etablissement war auf dem Platz das Haus Vaterland mit zahlreichen Sälen. Im zweiten Weltkrieg wurde er Platz völlig zerstört, übriggeblieben sind nur die Reste des Grandhotels Esplanade (1907/1908), das als eines der vornehmsten Häuser der Stadt galt und das 1871 gegründete Weinhaus Huth. Das Weinhaus steht seit 1979 unter Denkmalschutz. Die erste Ampelanlage Deutschlands wurde hier in Betrieb genommen und sorgte ab 1924 für reibungslosen Verkehrsfluss. Nach dem Mauerbau wurde der Platz zwischen Ost- und Westberlin getrennt. Nach dem Fall der Mauer entstand hier ein neues Stadtviertel mit einer Fläche von 100.000m².

Mitte der 90er Jahre war der Potsdamer Platz noch eine der größten Baustellen der Welt, heute sind dort zahlreichen Wohn- und Bürohäusern, Einkaufspassagen, Kultureinrichtungen und Restaurants zu finden. Im Oktober 1998 wurde das erste Neubauprojekt eröffnet. Das ultramodern gestaltete Areal besteht aus dem Sony-Center und aus der DaimlerChrysler-City. Die City hat auf fast 70.000m² eine Ladenpassage mit über 100 Geschäften, eine Spielbank, ein Kinocenter und eine Musicalbühne. Das Sony-Center wurde erst im Juni 2000 fertiggestellt. Das Kinocenter hat ein großes Multiplex-Kino und ein IMAX Kino. Die 3-D Filme werden hier stündlich gezeigt. Da der Platz von vielen ausländischen Touristen besucht wird, werden die aktuellen Filme auch als Originalversion aufgeführt. Als Krönung wurde dann im Norden des Platzes das Beisheim-Center, finanziert vom Metro-Gründer Otto Beisheim 2004 eröffnet.

Parkmöglichkeiten sind mit mehreren Parkhäusern unter dem Potsdamer Platz ausreichend vorhanden, aber man erreicht ihn jedoch auch sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Es ist heute der verkehrsreichste Platz Europas, auf dem sich fünf Straßen und 40 öffentlicher Verkehrswege kreuzen.