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Pfaueninsel

Die Pfaueninsel oder die oft als "Perle im Havelmeer" genannte Insel, ist ein Meisterwerk deutscher Gartenbaukunst. Die Insel liegt im südlichen Havelfluss, in der Nähe des Großen Wannsee. Es ist ein wunderschöner englischer Landschaftsgarten, gebaut im Sinne der Romantik mit künstlichen Ruinen und klassizistischer Architektur.

Im 17. Jahrhundert ließ Friedrich der Große auf der 1,5 km langen und 500 m breiten Havelinsel Kaninchen zur Jagd einsetzen. An der Ostseite wurde eine Glashütte errichtet, wo der Chemiker Johann Kunckel von Löwenstein das weltberühmte Rubinglas herstellte. Im 18. Jahrhundert diente die Insel noch der Schaf- und Rindzucht. Im Jahre 1794 ließ Friedrich Wilhelm II. für seine Geliebte, Gräfin Lichtenau ein Liebesnest bauen. So entstand ein Lustschlößchen im Ruinenstil mit zwei durch eine Brücke verbundenen Türmen. Der Architekt Johann Gottlieb Brendel baute eine künstliche Ruine, welche die Illusion einer mittelalterlichen Burg erzeugte. Im Inneren ist es in einem romantisch - exotischen Stil eingerichtet. Die weiße Holzverkleidung vom Außen verleiht dem Schloß ein besonders schönes Erscheinungsbild. Der König starb aber im Jahr der Fertigstellung.

Sein Sohn, Friedrich Wilhelm III. und seine Gemahlin Königin Luise bevorzugten das Schloß als Sommerresidenz und ließen hier seltene Tiere und Pflanzenarten ansiedeln. Diese Tiere schenkte er später dem Berliner Zoologischen Garten. Die landschaftliche Gestaltung wurde von Peter Joseph Lenné vorgenommen. Er verwandelte den größten Teil der Pfaueninsel in einen englischen Landschaftspark, pflanzte exotische Sträucher und Bäume an. Besonders schön waren die Palmen, für die Albert Dietrich Schadow 1829-31 ein Palmenhaus errichtete. Dieses brannte jedoch 1880 völlig ab. In der Mitte der Pfaueninsel befindet sich das von Karl Friedrich Schinkel in klassizistischen Stil errichtetes Kavalierhaus. Teile eines in Danzig abgebrannten Patriziergebäudes aus dem 15. Jahrhundert ließ der Baumeister in den Südturm einbauen. Nicht weit entfernt steht das Schweizerhaus, das für die Hofangestellten bestimmt war und die alte Meierei.

Die Meierei wurde um 1795 in gotischen Ruinenstil errichtet. Südlich davon ist der Gedächtnisstempel für Königin Luise(1829)zu sehen. Ein Überbleibsel der Menagerie, die von zahlreichen Vogelarten bewohnt war und das Winterhaus für exotische Vögel ist noch ebenso zu bewundern. Die gesamte Insel wurde zum Naturschutzgebiet erklärt, deshalb sind dort Autos und Fahrräder nicht gestattet, Hunde sind ebenso verboten.Die Pfaueninsel gehört zweifellos zu den schönsten Ausflugszielen der Stadt.