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Palast der Republik
Der Palast der Republik wurde am 23. April 1976 eröffnet. In dem 180 Meter lange und 85 Meter breite Gebäude tagte zu DDR-Zeiten die Volkskammer. Der Palast wurde mit dem Vorhaben gebaut, um eine neue kulturelle Kategorie zu schaffen. Die DDR hat es dennoch geschafft, trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten, das modernste Kulturgebäude Europas, zumindest was die Innenarchitektur betrifft, aufzubauen. Das Gebäude gehört zu den 65 größten kulturellen Mehrzweckgebäuden Europas, sowie die Kongreßhalle in Helsinki oder das Centre Pompidou in Paris. Als Vorbild diente das Schinkelsche Volkshaus-Konzept des 19. Jahrhunderts. Dieser Palast sollte ein neues Kulturgefühl zum Ausdruck bringen. Die Architekten haben die Grundgedanken, Staat und Volk zusammen zu bringen, konsequent durchgezogen.Nach dem Fall der Mauer sollte der Palast als Kulturzentrum dienen, mußte aber wegen Asbestbefunde in der Bausubstanz im September 1990 geschlossen werden. Seitdem entfaltete sich eine kräftige Diskussion darüber, ob der Palast abgerissen werden soll oder nicht. Ein Abriß wurde überaus technische Schwierigkeiten bedeuten, da der Palast 11 Meter tief in dem Sand eingegraben ist, würde sich deshalb die Erde beim Abreißen bewegen, womöglich auch der Dom gegenüber. Der Abbau würde genauso teuer wie ein Neubau sein, auf 60 Millionen Euro geschätzt. Bis 1950 stand auf dem Gelände das Berliner Stadtschloß. Kurfürst Friedrich II. legte den Grundstein des Berliner Hohenzollernschlosses im Jahre 1443. Es wurde bis 1716 ständig erweitert und umgebaut.
In seiner letzten Ausführung war der Bau 192 Meter lang und 116 Meter breit und hatte 1300 Zimmern in verschiedenen Stilrichtungen. Nach 1918 wurde es dann als Museum genutzt und kamen hier noch zusätzlich 15 Privatmieter unter. Am 3. Februar 1945 wurde es beim letzten großen Bombenangriff auf Berlin schwer beschädigt, wäre aber noch zum retten gewesen. Letztendlich aber am 30. Dezember 1950 beschloß der 3. Parteitag der SED der letzte Rest des Bauwerkes zu zerstören. Ein originalgroßer "Schloßvorhang" ließ von Juni 1993 bis September 1994 die historische Fassade wieder aufleben. Im Juli 2002 entschied sich der Bundestag für den Abriß des Palastes. Ab 2005 soll nun ein moderner Bau auf dem altem Grundriss mit originalgetreuer Barockfassade entstehen.