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Nikolaikirche
Die Nikolaikirche bezeichnet das Herz Berlins. An seiner Stelle wurde die Stadt um 1230 gegründet und damit ist sie das älteste Bauwerk Berlins. Der Name, der um 1260 erstmals erwähnt wurde, bezieht sich auf Nikolaus, Bischof von Mira, der als Patron von Kaufleute, Schiffer und Bäcker galt. Ursprünglich wurde die Kirche im romanischen Baustil gebaut, aber nach dem Umbau im Jahre 1379 wurde sie vergrößert, die Liebfrauenkapelle ans Langhaus angefügt und erhielt Formen des gotischen Baustils. Auf der Chornordseite entstand Anfangs 16. Jahrhundert ein zweistöckiger Anbau mit Sakristei und Bibliothek. Bis 1876 besaß die Nikolaikirche nur einen Turm. Zwischen 1877-1878 wurden über dem alten Turmbau zwei neugotische Backsteintürme errichtet.Die Türme haben eine Höhe vom 84,40 Meter. Das Westportal mußte um eine Steinschicht erhöht werden, weil es zu niedrig wirkte. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark geschädigt und erst im Jahre 1981 unter Leitung von Hermann Blankenstein wiederhergestellt. Der Innenraum wurde nach den Erstfassungen farbig gestaltet. Probst Symeon, nachdem er im Zusammenhang mit Alt-Cölln urkundlich erwähnt wurde, wirkte an der Kirche. Joachim II. berief Georg Buchholzer, Mitverfasser der Brandenburgischen Kirchenordnung, zum ersten evangelischen Probst Berlins. Kurz darauf traten Rat und Stadt Berlin am 2. November 1539 zum lutherischen Glauben über. Hier wurde auch der erste Berliner Magistrat 06. Juli 1809 vereidigt. 400 Jahre später erlebte die Nikolaikirche den letzten Gottesdienst am 5. November 1938, bevor sie im Reichseigentum überging. Seit 1987 befindet sich hier das Märkische Museum, das mittelalterliche Sammlungen mit dem Titel "Berlin zwischen 1237 und 1648", Kunsthandwerke und Skulpturen beherbergt.