Reisetipps
Kurfürstendamm
Der Kurfürstendamm wurde schon seit dem 16. Jahrhundert als Dammweg zum kurfürstlichen Jagdschloß im Grunewald benutzt. Seine Anlage als großstädtischer Boulevard verdankt er dem späteren Kanzler Bismarck und dessen Liebe zum Reitsport: Um bei der Befestigung der Straße am Ende des letzten Jahrhunderts einen Reitweg zum Grunewald zu erhalten, bat er den Kaiser, diesen in die Mitte legen zu lassen, beidseitig flankiert von gepflasterten Fahrwegen, Bürgersteigen und Vorgärten. So entstand 1883-1886 der Kudamm mit seiner stolzen Breite von 53 m, die fortan den großzügigen Charakter dieses berühmten Berliner Boulevards bestimmte.Zu Ehren Kaiser Wilhelms I. wurde in den Jahren 1891 bis 1895 am östlichen Ende des Kurfürstendamms die Gedächtniskirche errichtet.
Eine Dampfbahn führte vom Zoologischen Garten zu den Ausflugslokalen am Halensee und zu der neu entstehenden Villenkolonie Grunewald. Doch erst die Jahrhundertwende brachte dem Ku´Damm gesellschaftlichen und kulturellen Glanz, wovon in der Fasanenstraße noch drei erhaltene Stadtvillen - Literaturhaus, Käthe- Kollwitz- Museum, Villa Griesbach - zeugen. Die prächtige Synagoge, die auf der Nordseite des Kurfürstendamms in der Fasanenstraße stand, wurde 1938 in der Progromnacht durch Brandstiftung zerstört. Nur das alte Portal, das in das neu erbaute jüdische Gemeindezentrum eingefügt wurde, läßt heute noch ihre Schönheit ahnen.
Das von F. Schwechten im neuromanischen Stil erbaute Gotteshaus wurde am 22. 11. 1943 bei einem Luftangriff schwer beschädigt. Der Entschluß zum endgültigen Abriß war schon getroffen, als sich über 10 000 empörte Berliner mit Protestbriefen an den Berliner "Tagesspiegel" wendeten. Sie hatten damit Erfolg: Es entstand der Neubau der Kirche unter der Leitung des Architekten Egon Eiermann unter Einbeziehung der alten Kirchenruine.
Der 1961 eingeweihte sechseckige Glockenturm und das achteckige Hauptgebäude wird von den Berlinern übrigens "Lippenstift" und "Puderdose" genannt
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Der Kurfürstendamm, von den Berlinern salopp Ku'Damm genannt, ist in der Welt berühmt als Einkaufs- und Vergnügungsboulevard: Warenhäuser, Boutiquen, Hotels, Restaurants, Cafés, Bars, Kinos und Theater sind an der insgesamt 3,5 Kilometer langen Straße in Hülle und Fülle zu finden. Das Angebot ist schier grenzenlos und wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.