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Französischer Dom
Die Bezeichnung "Dom" bezieht sich hier nicht auf die Kirche selbst, sondern auf die architektonische Form der Kuppelbauten. Den Namen "Dom" erhielt das Gebäude einst durch die Kuppel, die auf französisch "dome" genannt wird. Bei dieser Namengebung ist es bis heute geblieben. Auf der Nordseite des Friedrichstädtischen Marktes entstand der Französische Dom, entworfen von Louis Cayart 1701-1705.Er diente den im 17. Jahrhundert eingewanderten Hugenotten als Gotteshaus. Louis Cayart nahm die 1688 zerstörte Hauptkirche der Hugenotten in Charenton bei Paris zum Vorbild. Jedoch sind der Französische und Deutsche Dom keine Kirchen. Friedrich der Große ließ sie erbauen, um dem Platz am Gendarmenmarkt italienischen Glanz zu verleihen. Der Französische Dom wurde teilweise von der Französischen Gemeinde genutzt. 1905 wurde er von Otto March im Inneren völlig umgebaut und 1943 wieder völlig zerstört. Er wurde erst 1978-83 im Sinne Marchs wiederhergestellt. Statt der Emporen wurde eine Zwischendecke eingezogen und so entstanden nun zwei voneinander getrennte und übereinander liegende Räume.
Seit 1929 beherbergt der Dom das Hugenottenmuseum. Im Inneren wird der Französische Dom prachtvoll präsentiert. Spiralförmig winden sich die Treppen mit 254 Stufen nach oben. Im 70 m hohen Turm erklingt täglich um 12, 15 und um 19 Uhr ein 60-teiliges Glockenspiel. Der Künstler Götz Lemberg 1999 belebte den Französischen Dom auf eine ganz ungewöhnliche Weise. Mit seiner Licht-Klang-Installation "EX-ANIMO" ließ er den Dom in ungewohnten Tönen und Farben erscheinen. Heute nutzen viele Firmen und Institutionen den Dom für Veranstaltungen und Ausstellungen.