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Fernsehturm Berlin

Neben dem Alexanderplatz steht der im 1969 eröffnete, 368 Meter hohe Fernsehturm, der auch "Telespragel" genannt wird. Von hier hat man den besten Blick auf Berlin. Daher ist ein Besuch auf dem Fernsehturm für Touristen auf jeden Fall zu empfehlen. Der Fernsehturm steht auf einem ehemals dicht bebauten Gebiet von Alt-Berlin und ist die einzige Fernsehturm Europas mitten in der Stadt.

In seiner verglasten Kugel befinden sich auf zwei Ebenen ein Aussichtspunkt (203 m) und das Telecafé (207m). Besonderheit ist, daß sich dieses Café in einer Stunde um 360 Grad dreht. Bei guter Sicht kann man 40 km weit sehen. Dadurch kann man den Cafébesuch im Fernsehturm wunderbar mit einer Rundschau über ganz Berlin verbinden. Wenn Sie nur die Aussicht vom Fernsehturm genießen möchten, genügt auch ein Besuch der darunter liegenden Aussichtsebene.

Die Gebäude am Fuß des Fernsehturms wurden erst 1973 fertig gestellt. Es sind Pavillons für verschiedene gastronomische Einrichtungen und Ausstellungen. Eine Treppenanlage mit Lichteffekten und Wasserspielen nimmt die Form der Pavillons auf. Gleich in der Nähe des Fernsehturms befindet sich der 10 m hohe Neptun-Brunnen, entworfen vom Reinhold Begas nach Berninis Tritonen- und Vierströmebrunnen. Dieser wurde 1891 ursprünglich im Park des Stadtschlosses erbaut und erst später nach seiner Restaurierung 1969 an seinen heutigen Standort verlegt. Er ist umgeben von einem Hofstaat und sieht auf vier Frauengestalten herab, die Elbe, Weichsel, Oder und Rhein verkörpern. Das Brunnenbecken ist aus rotem Granit und hat einen Durchmesser vom 18 m.

Die Geschichte des Berliner Fernsehturm ist zugleich gebunden an die historische Situation des geteilten Deutschlands und der geteilten Stadt Berlin. Nach langen Diskussionen entschied der SED-Parteichef Walter Ulbricht 1964, den Turm statt auf den Müggelbergen in Köpenick am Alexanderplatz bauen zu lassen. Der Berliner Fernsehturm war nicht nur technisch Notwendig, sondern entstand damit in mitten Ost-Berlins ein städtebauliches und politisches Symbol. In Verbindung mit dem naheliegenden Palast der Republik sollte hier ein weit sichtbares, repräsentatives Bauwerk für den sozialistischen Teil Deutschlands entstehen. Auch nach der Vereinigung 1990 hat der Fernsehturm nichts an seiner Attraktivität verloren. Das Innenleben des Berliner Fernsehturms wurde 1996 generalsaniert, wobei die Haus-, Klima- und Brandschutztechnik komplett erneuert wurden. Rund eine Million Besucher pro Jahr genießen die Aussicht vom Berliner Fernsehturm.