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Deutscher Dom
Die Bezeichnung "Dom" bezieht sich hier nicht auf die Kirche selbst, sondern auf die architektonische Form der Kuppelbauten. Der Deutsche Dom steht am südlichen Endes des berühmten Gendarmenmarktplatzes. Martin Grünberg entwickelte 1701-1708 aus dem Grundriß der Parochialkirche einen einzigartigen Zentralbau. Unter Friedrich dem Großen erhielt er einen Kuppelturm mit einem 7 m hohen vergoldeten Skulptur "Siegende Tugend" und eine Säulenvorhalle. 1881/82 wurde der Dom von Hude und Hennicke auf dem altem Grundriß umgebaut. Der Turmstumpf wurde im Westen entfernt und den Außenbau der Domarchitektur angepaßt.Die Innengestaltung wurde von Carl von Gontard und Christian Unger 1780-85 vorgenommen. 1943 war die Kirche ausgebrannt und erst mehr als 50 Jahre nach seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg erstmals die Außenfassade originalgetreu rekonstruiert. Das Innere zeigt bewußt die wechselhafte Geschichte des Gebäudes, sowie die Deutsche Geschichte. Seit Oktober 1996 ist der Deutsche Dom für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Nach dem Mauerfall wurde er wieder neu gestaltet, indem Kirchenraum und Turm miteinander verbunden wurden. Damit ist eines der beeindruckendste Ensembles in Europa wiedererstanden. Im Deutschen Dom wurde heute der Verein für die Geschichte Berlins untergebracht.