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Denkmal Friedrich des Großen
Auf dem Boulevard Unter den Linden steht als Erinnerung an den großen preußischen König das Denkmal Friedrichs II. Der bronzene "Große Kurfürst", der Friedrich Wilhelm (1620-1688) verewigt, wurde von Andreas Schlüter 1696-1697 entworfen. Das war das erste freistehende monumentale Reiterbild in Deutschland. Auftraggeber war Kurfürst Friedrich III., der sich 1701 zum ersten König in Preußen (Friedrich I.) krönte. Mit diesem Denkmal sollte an die Verdienste seines Vaters um das nach dem Dreißigjährigen Krieg erstarkende Kurfürstentum Brandenburg erinnert werden.Als erstes wurde ein Gipsmodell in Originalgröße 1696/1697 als Grundlage angefertigt. Nach sorgfältiger Vorbereitung wurden dann Pferd und Reiter (3,80 m hoch) vom Johann Jacobi in einem Stück am 22. Oktober 1700 in einem von Schlüter errichteten Gießhaus gegossen.
Anläßlich des 46. Geburtstages des Königs konnte dann das Denkmal am 12. Juli 1703 auf der Langen Brücke zwischen dem Marstall und dem Berliner Schloß auf einem Marmorsockel aufgestellt werden. Die vier Sklavenfiguren am Sockel, die die besiegten Feinde ( Osmanisches Reich, Polen, Schweden und Frankreich) verkörpern, waren zwar schon von Schlüter vorgesehen, wurden aber nach Modellen von Friedrich Gottlieb Herfert, Cornelius Heintzy, Johann Samuel Nahl und Johann Hermann Backer erst 1708/1709 gefertigt und hinzugefügt. Das endgültige 13,5m hohe Reiterstandbild schuf dann Christian Daniel Rauch im Jahre 1851. Hier wurde der König im Krönungsmantel mit Dreispitz, Krückstock und Stulpenstiefeln dargestellt. Die 150 Figuren an den Sockel zeigen die bedeutendsten preußischen Persönlichkeiten. Die Plazierung führt oft zu heftigen Diskussionen, weil die Militärs sich vorne, Künstler und Wissenschaftler aber ihren Platz unter dem Pferdeschwanz fanden. Beim Neubau der Langen Brücke erhielt das Denkmal 1896 einen neuen Sockel und wurde um vier Stufen erhöht.
1943 wurde das Reitbild vom Sockel geholt und nach Ketzin gebracht. Im Winter 1947 sank das Standbild im Tegeler See und konnte erst 1949 geborgen werden. 1950 wurde es in den Park von Schloß Sanssouci gebracht und auf einem provisorischen flachen Sockel aus Kanthölzern aufgestellt. Erst ein Jahr später wurde eine Kopie des Sockels angefertigt und das Bild mit den originalen Eckfiguren und den Relieftafeln vervollständigt.
Die derzeitige Oberfläche des Standbildes ist stark verschmutzt, muß dringend restauriert werden. Mehrere Vereine und Museen haben sich es zur Aufgabe gemacht, die Finanzierung durch Spenden und Benefizveranstaltungen zu übernehmen. Die Restaurierungsarbeiten sollten bis zum Jubiläum "300 Jahre Charlottenburg" 2005 abgeschlossen sein. Die derzeitige Oberfläche des Standbildes ist stark verschmutzt Der ursprüngliche Sockel sowie eine Kopie des Reiterstandbildes, kamen in die Eingangshalle des damals neueröffneten Kaiser-Friedrich-Museums, des heutigen Bode-Museums. Hier ist noch heute der Zustand ohne die Sklaven zu sehen.