Reisetipps
Alexanderplatz
Der Alexanderplatz hieß ursprünglich "Ochsenplatz" oder "Ochsenmarkt", denn noch bis ins 19. Jahrhundert diente er als Woll- und Viehmarkt. Seinen heutigen Namen erhielt er im Frühjahr 1805, als der russische Zar Alexander in Berlin weilte. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde sein südlicher Teil als Exerzierplatz genutzt, deshalb nannte man ihn auch "Paradeplatz". Im Jahre 1882 wurde erst ein Bahnhof für den Nah- und Fernverkehr, dann im Jahre 1913 ein U-Bahnhof gebaut. So entwickelte er sich zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.Im Jahre 1895 wurde das damalige Wahrzeichen des Platzes, eine 7,5m hohe, in Kupfer getriebene Figur der "Berolina" aufgestellt. Im Jahre 1927 mußte sie der U-Bahnerweiterung weichen und erst im Jahre 1933 erhielt sie einen neuen Standort. Es dauerte aber nicht lange, bis im Jahre 1944 wurde sie für die Kriegswirtschaft gebraucht und landete in dem Schmelzofen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Alexanderplatz völlig zerstört. Seit 1969 steht die zehn Meter hohe Weltzeituhr, die Uhrzeiten vieler verschiedener Städte der Welt zeigt und der "Brunnen der Völkerschaft" mit seinen vielen Wasserschalen.
Der heutige Alexanderplatz wird als Fußgängerzone genutzt, umgeben von einem großen Bahnhof, mehreren Kaufhäusern, kleineren Geschäften und Kinos. Es wird dort oft im Sommer Streetball oder Beachvolleyball gespielt. Als Touristenattraktion gelten die Männer mit ihrem Bauchladengrill. Alfred Döblin veröffentlichte im Jahre 1929 seinen Roman "Berlin Alexanderplatz" und setzte damit dem Platz ein literarisches Denkmal.